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The Year 2010 In Music!

 
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XzarNado
Froke


Anmeldungsdatum: 04.03.2007
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BeitragVerfasst am: 12.12.2010, 20:51    Titel: The Year 2010 In Music! Antworten mit Zitat

Ich hab 39 Scheiben aus dem Jahr 2010 mir geholt in den letzten knapp 12 Monaten, hier meine Liste:

Platz 39: Volbeat-Beyond Heaven/Above Hell

Volbeat waren 2 Scheiben lang echt geil. Kantige, kernige Metallica-riffings, Eliv-Gesang, sie waren neu und ihre Songs waren gut. Dann kam die dritte Scheiben und Volbeat waren langsam aber sicher nicht mehr als eine billige Mainstreamhure, die fortwährend ihre alten Trademarks zum Teufel geschickt hat. Keine Ecken und Kanten mehr, Songs die belanglos sind und der Gesang wurde auch Massenkompatibler. Mit dem vierten Werk ist diese Entwicklung nun abgeschlossen und es bleiben Songs, die man bei Volbeat schon mal gehört hat, der Gesang ist nun mehr wirklich nicht mehr neu und toll und die Riffings sind langweilige Akkorde. Es gab ungefähr 2 Songs, wo ich wirklich "ganz annehmbar" aber weitweg von "gut" fand und letztendlich kam das Album bei mir nicht öfters als 5 Mal über 4 Monate hinweg zum rotieren.

Enttäuschung des Jahres, nachdem ich dachte, die würden sich wieder fangen. Bonusbombe: Der Tourpartner Entombed (Swedisch Death Metal) musste seine Setlist von äußert heftigen Stücken säubern, damit die Fans nicht abgeschreckt wurden. Unfassbar. Von einer einstigen Sympathenkombo nur Arschlochcombo in 3 Alben. reife Leistung.

Bitte auflösen.

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Platz 38: Bullet For My Valentine-Fever

Hier war das Pulver sogar schon nach einem Album erschöpft. Bereits auf dem Zweitwerk "Scream Aim Fire" gab es nur einen guten Track und zwar der Titeltrack. Der Rest war inspirationslos, abwechslungsarm und hatte nicht mehr diese feinen Gitarrenmelodien. Auf Fever wird genau dieser Grad der Belanglosigkeit noch weiter ausgereizt. Kein Song zündet hier wirklich, es ist schlicht Hausmanskost und das Potential der ersten Scheibe ist offenbar völlig aufgebraucht. Dazu noch ein paar arogante Intervewaussagen und die Zweite Komplettenttäuschung des Jahres ist fertig.

Auch hier gilt: Bitte auflösen, ihr habts einfach nicht mehr drauf.

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Platz 37: Airbourne-No Gots. No Glory

Die erste EP war das beste AC/DC-Werk aller Zeiten. Ready To Rock hieß sie und ist wirklich bockstark. Das dann bald folgende Album "Runnin' Wild" war auch gut. Hatte zwar eine Halbwertszeit von einem Schneeball im Hochofen, weil die songs viel zu eingängig waren, aber Knaller ohne Ende halt. Ab und an macht die Scheibe echt richtig Spaß. Das fehlt mir persönlich auf No Guts. No Glory ziemlich hart. Es gibt 1-2 sehr gute Tracks (Black Blonde Beautiful) und am eigentlichen erfolgsrezept wurde auch nicht sonderlich geschraubt - dafür aber sind einfach die Songs der ersten beiden Outputs deutlich stärker. Das Album hier besitzt bis auf 1-2 Hits wirklich rein gar keine Daseinsberechtigung.

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Platz 36: Amy Macdonald-A Curious Thing

Die letzte Totalenttäuschung 2010 geht an dieses Album. War das erste Album ein richtig geiles Popalbum mit tollen Tracks, sich einfräsenden Melodien und einer tollen Stimme, bleibt für das Zweitwerk nur noch letzteres übrig. Amy kann wirklich toll singen. Aber gute Songs fehlen hier einfach, es gibt nur ab und an mal richtige gute Momente, der Rest ist einfach belanglos, enttäuschend und in keinster Weise mit dem Erstlingswerk vergleichbar.

Schade, weil Potential hatte sie wegen ihrem Erstling schon.

Ab jetzt kommen dann schon eher gute Alben *g*.
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XzarNado
Froke


Anmeldungsdatum: 04.03.2007
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BeitragVerfasst am: 12.12.2010, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses Jahr gab es verdammt viele traditionelle Heavy Metal Platten mit schwankender Qualität, die versuchen bestimmten 80er Jahre Vorbildern nach zueifern.

Platz 35: Steelwing-Lord Of The Wasteland

Zu Gute halten muss man, dass die Leute ihre Instrumente beherrschen können und ein Händchen für Riffings haben. Allerdings ist das schon sehr sehr sehr stark geklaut von Kappellen wie Iron Maiden und Judas Priest und erreicht das Niveau zu keiner Sekunde. Wie auch, haben Alben wie Killers (Riffs) oder Screaming Vor Vengeance (Gesangsanliehen) die Messlatte auch sehr hoch gesetzt. Trotzdem ein Album, was keinem weh tut, was man sich mal anhören kann, man unbedingt kaufen muss man es nicht. Immerhin ist der Abstand von Platz 36 zu 35 IMMENs groß. Also kein richtiger Abschiss wie die Macdonald, aber so richtig geil halt auch nicht.

Für Heavy Metal Fans, die mal wieder eine richtig feine 80er Jahre Produktion anstatt HammerFall/PrimalFear'schen Plastik-Gitarrenwand-Sound haben wollen schon durchaus zu empfehlen.

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Platz 34: We Butter The Bread With Butter-Der Tag An Dem Die Welt Unterging

Die spielen eine Mischung aus Deathcore und Electro-Zeugs. Mischung ist IMO besser gelungen als aus dem Muschicover-Album "Das Monster Aus Dem Schrank", was doch noch relativ holprig war. Allerdings kann nicht jedes Lied begeistern und ich glaube mehr als 1 Mal pro Jahr brauch ich das persönlich nicht. Für Fans von etwas humoristisch angehauchten Spielereien wie Ex. Grindfuckers natürlich nur zu empfehlen. Für Leute, die mit Geschrei und richtig harten Riffs weniger was am Hut haben, eher nix denke ich.

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Und die nächste Platte aus der Retro-Welle:

Platz 33: Metal Inquisitor-Unconditional Absolution

Metal Inquisitor gibts schon relativ lange. Ungefähr seit der Jahrtausendwende. Meines Erachtens braucht die Kapelle maximal die von Kritikern spöttisch getaufte True Metal Fraktion, ders gar nicht 80er genug sein kann. Und genau dieses Klientel wird hier auch gnadenlos bedient. Ganz ganz viele Maideneinflüsse beiden Gitarren, bei den Songaufbauten und hier und da noch ein paar Sachen bei Sanctuary geklaut und mit einem guten - besser als bei Steelwing - Sänger garniert und fertig ist das Heavy Metal der Retrowelle Nummer 122341. Ich finds ganz ok, aber die alten Heldentaten bleiben völlig unerreicht. Hängt auch mit dem kompletten RipOff des Sanctuary Tracks "One More Murder" namens Betrayed Battalion zusammen. Ein bissal arg dreist geklaut.

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Platz 32: Excrementory Grindfuckers-Headliner der Herzen

Die Grindfuckers sind schon arschgeil. Viele gute Ideen, lustige Cover, das komplette Grindcore Thema vollkommen durch den Kakao gezogen und nach 3 Alben immer noch nicht langweilig. Muss man auch erstmal hinbekommen. Auf dem neusten Album sind ein paar SEHR nette Coverversionen drauf und allgemein hat etwas mehr auf Songs und weniger auf Furzen, Rülpsen etc den Fokus gelegt. Ich find das ziemlich gut, weil macht halt schon Spaß. Zwar ist die Platte am Stück doch etwas langatmig, aber wers spaßig mag, sollte hier defintiv zugreifen.

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Platz 31: Heathen-The Evolution Of Chaos

Heathen sind eine DER Kultbands des Thrashs aus den 80ern. Viel zu spät und nur 2 Platten haben sie gemacht (87 und 91) und der große zeitliche Abstand + Die Abkehr der meisten Leute vom Metal anfang der 90er waren dafür verantwortlich dass diese Band erst gegen 98 rum so richtig zum Kult wurde. Der Gitarrist der Band zockte schon damals und Heute immer noch bei einer nicht ganz unbekannten Band namens Exodus. Soviel zur Geschichte. Waren die ersten beiden Platten in ihrem jeweiligen Jahr ziemliche Kracher versagt die Evolution Of Chaos doch schon etwas. Kann an den hohen Erwartungen liegen, kann daran liegen, dass an es hier mit der Huldigung an Metallica und Exodus doch etwas übertrieben hat (das 11 Minuten lange Instrumental ist aus 3 Metallica-Songs zusammengeklaut ). Auf jeden Fall ist das Album ok, mehr aber auch nicht. Schade drum. Altus sollte doch lieber sich auf Exodus konzentrieren.

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Platz 30: Japanische Kampfhörspiele-Bilder Fressen Strom

Ein wenig richtigen Grindcore hab ich auch noch anzubieten. Die JapKam sind mir schon seit ungefähr 2007 ein Begriff. Ihre Musik fand ich nie besonders gut, aber auch nie schlecht. Hab dann mal in die neue reingehört, hat mir gefallen, also wurds eingetütet. Die Langzeitdauer des Werks war dann aber leider doch nicht so groß, so dass die Platte letztlich doch eher am unteren Ende meiner Liste aufgetaucht ist. Schade drum, aber die Platte ist auf Dauer halt nicht so der Burner. Besser als alles unterhalb zwar schon, aber auch hier triffts gut der Satz "brauch ich so 1 oder 2 Mal im Jahr".
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XzarNado
Froke


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BeitragVerfasst am: 13.12.2010, 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Platz 29: Kamelot-Poetry For The Poisoned

Kamelot spielen eine sehr komische Mischung. Denn europäischen Melodic Metal wie ihn beispielsweise HammerFall zocken kennt man für gewöhnlich nur als 08/15 Metal ohne großen Tiefsinn, schwachen Riffs und eher mittelürächtigen Songstruckturen. Kamelot widersetzen sich seit 1998 diesem Trend und spielen diese Musik eher progressiv und mit viel Tiefgang. Das Problem ist nur: Mich berührt diese Musik nur ganz selten mal. Dieses Mal hab ich ihnen wieder die Chance gegeben und zum Teil haben sie die auch genutzt. Sänger Khan hat eines der mittlerweile vielseitigsten Organe in der Szene und der Sound ist eine Wundertüte. Die Songs an sich selber aber plätschern ab und an doch zu sehr dahin. Auch im Prog-Sektor darf es ruhig gerne mal Teile geben, die hängen bleiben. Als gesamtes funktioniert das Werk gut, mehr nicht.

Wer an Prog Melo Metal interessiert ist: Zugreifen.

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Und noch eine Hommage an die 80er:

Platz 28: Striker-Eyes In The Night

Strike sind eine Band wie die noch kommenden Enforcer: Sie spielem im großen Furwasser von Bands wie Agent Steel oder Overkill: Dem Speed Metal. Ob das jetzt wirklich eine Kategorie oder einfach nur ziemlich schneller Heavy Metal ist, sei dahin gestellt. Fakt ist, Striker machen vieles richtig und vieles falsch. Der Gesang ist hier schon mal auf einer guten Ebene und auch die Instrumentalfraktion beherrscht ihre Sache gut. Die Songs knallen ebenso alle gut rein - haben aber ungefähr eine Halbwertszeit von einem Schneeball im Hochofen. Man hat sich sowas von unfassbar schnell dran satt gehört, dass das Album völlig zu Recht eher weiter unten gelandet ist. Schade drum, vielleichts klappts beim nächsten Mal.

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Platz 27: Nevermore-The Obsidian Conspiracy

Meine ganz persönliche Enttäuschung des Jahres. Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich sage "es gibt kein nicht-göttliches Nevermoer Album". Fanboy und so. Aber das hier ist mal so ziemlich wenig. Ganz dumpfer und druckloser Sound, Songs die sowas von trivial sind wie es nur geht, Anbiederung ans Mainstream-Publikum (Warrel Dane: "Its our Pop-Record"), zusammengeschnittene Songs (allein der 5 Minütige Titeltrack soll mal um die 10 Minuten lang gewesen sein. Er war fertig im Kasten und wurde dann in einer kurzen Abwesenheit von Warrel Dane umarrangiert und auf 5 völlig "zusammengebastelte" Minuten rundergeschnitten. Warrel Dane ist bis Heute dmait völlig unzufrieden) und ein Jeff Loomis, der ganz weit im Hintergrund gemischt ist damit man Attlias Rhythmus-Gitarren besser hört. Dazu gesellt sich dann noch 1 Ausschuss aus dem sonst göttlichen Warrel Dane-Solowerk. Positiv ist aber Moonrise Through The Mirrors Of Death und The Day You Build The Wall.

Fazit: Kauft, wenn euch die Band gefällt, irgendeine Scheibe, die Jungs haben 7 Gottwerke geschaffen - aber bloß nicht diese CD. Nur mit Fanbonus so weit oben.

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Platz 26: Keep Of Kalessin-Reptilian

So, spätestens JETZT fangen die Alben an, die mir richtig Spaß machten dieses Jahr. Also alles ab jetzt ist wirklich kaufenswert. Klingt strange nach dem letzten Review oder? Ist es auch, aber so ist 2010 nunmal. Ein reines schwarz/weiß-Jahr. Entweder geil oder Scheiße, dazwischen gab es wirklich gar nix.

Ok, kommen wir zur Platte. Die Puristen werden natürlich sagen, dass Keep Of Kalessin hier auf gar keinen Fall Black Metal spielen. Nun ja, sie spielen - laut eigenen Angaben - melodischen Black Metal. Und so ist es auch. Black Metal der 2000er Jahre, mit ziemlich harten und alles andere als melancholischen oder träumerischen Melodien. Das Album an sich macht einfach Bock. Man hört es sich an und merkt, das es ein Album ist. Die Songs passen alle zueinander, es ist ein ganz klarer roter Faden erkennbar und die Songs können zudem trotzdem jeder für sich allein stehen. Kurz: Das Album ist wirklich kaufenswert.

Dass es trotzdem noch besser geht, beweisen rund 25 andere Platten *g*.

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Platz 25: Nachtmahr-Mädchen In Uniform EP

Jawoll, ein wenig elektronische Tanzmucke ist in meiner Liste auch vertreten. Bin ja kein closed minded Metalhead. Die EP besteht im Grunde aus 5 Songs, wobei manche bis zum Erbrechen von anderen Bands remixt wurden. Was dieses gnadenlose Remixen soll, weiß ich nicht, da mir da schlicht das Verständnis fehlt, ist aber auch egal. Der Bewertung zu Grunde lagen die Orginalversionen der Band, darum habe ich aus dem Teil hier auch eine EP gemacht.

So, was kann man sagen? Ja, das Titeltrack sticht schon ein wenig hervor, allerdings sind die übrigen 4 Songs nicht wirklich schlecht oder unteres Mittelfeld. Ich finde die Rhythmiken und auch irgendwo die Texte cool, passend und es macht halt Spaß. Sehr feines Teil!
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WiseWolf
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BeitragVerfasst am: 13.12.2010, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ick kommentier hier einfach mal zwischenrein ^^

Also bei 39 muss ich heftigst widersprechen! Ich find Volbeat nach wie vor einsame Spitze.

Bei 37 und 38 geh ich absolut mit! Ich bin überhaupt schockiert, bei dir ne BfmV-Platte zu sehen

Nummer 34 geh ich auch mit, wobei ich die Jungs echt klasse finde. Aber die sind einfach noch etwas unausgegoren.

32 geh ich mit

Zu dem Rest hab ich eigentlich keine echte Meinung. Wat zur Hölle macht da Amy McDonald???

€: jibbet das alles als Vinyl oder muss man sich da bei Interesse CD's (bääääh) kaufen ?
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XzarNado
Froke


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BeitragVerfasst am: 13.12.2010, 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

Volbeat: Nur die ersten beiden, danach nix mehr für mich *G*

AmyMacDonald hatte ein ziemlich gutes Debut veröffentlicht. Aber das hier kann halt nix *g*.

Obs das alles auf Vinühl gibt? Frag mal http://www.musik-sammler.de/index.php *g*
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XzarNado
Froke


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BeitragVerfasst am: 13.12.2010, 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Platz 24: xotox-The Unruhe 2.0

Geht gleich weiter mit der Elektromucke. xotox haben dieses Jahr auch wieder zugeschlagen und ein ziemlich geiles Album veröffentlich. Ich hab ja immer Angst, dass es auf Dauer langweilig werden könnte, aber auch über 45 Minuten ist solche Musik durchaus in der Lage mich zu begeistern. Besonders hervorheben möchte ich hier mal den Track "Stammzellenforschung" den ich so mit als besten finde auf dem Album. Irgendwie hat das was krankes und morbides an sich. Gefiel mir, gefällt mir und wird mir gefallen.

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Platz 23: The Vision Bleak-Set Sail To Mystery

Gothic Metal ist ja durchaus eine meiner liebsten Regionen im Metal. Sowlhm it Gothic Metal, als auch mit Gothic Rock kann ich SEHR VIEL anfangen. Ist IMO vielschichtiger, abwechslungsreicher und auch experimenteller ausgerichtet als der Heavy Metal, den man jetzt seit 40 Jahren um die Ohren geschleudert bekommt. The Vision Bleak haben dieses Jahr dann auch mit Set Sail To Mystery ein Album veröffentlicht, was ich ziemlich geil fand. Viel Metal, viele Gothic-Rhytmiken und Songpassagen, die nicht mehr aus dem Ohr wollen sind hier die Zutaten für ein verdammt geiles Album. Wer allerdings abgrundtiefe Traurigkeit im Stile von Type 0 Negative sucht, wird etwas enttäuscht werden. Allerdings ist das Album auch nicht wirklich positiv, das würde hier nicht so richtig passen.

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Platz 22: :wumpscut:-Siamese Studios

Ich finde ja den Bandnamen sehr putzig *g* Auf die Idee zukommen, Zeichen wie [, ] oder ; einzubinden in seinen Namen, ist schon bemerkenswert. Aber egal, wichtig ist die Musik. Und die ist verdammt stark. Bis auf ein Album was noch kommt, ist das hier die stärkste Elektro-Platte des Jahres. Die Beats gehen ins Ohr wie nichts und die Texte sind auch ganz witzig. Bis auf die Ausnahme ist das hier defintiv die meist gehörteste Elektro-Platte diesen Hahres für mich. Kann ich nur vollends weiter empfehlen.

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Platz 21: Overkill-Ironbound

So, Metal ist mal wieder angesagt. Und zwar Thrash (Puristen bezeichnen zwar Overkill als Speed wegen Bobby Blitz' Gesang, das is mir aber völlit Latte). Overkill sollte eigentlich wirklich JEDEM Thrasher ein Begriff sein. Hebten sie sich bereits in den 80ern deutlich von den Big Four und dem Rest der Small Four (Exodus, [Overkill,] Death Angel und Testament) durch einsetzen doch etwas melodischeren Gesangs und auch des Midtempos, ist auch Ironbound ein wenig anders geraten als die anderen Retro-Alben der alten Helden. Ironbound orientiert sich zwar direkt an die 80er Jahre Scheiben von Overkill, geht aber auch etwas neue Wege und offenbart hier und da einige Parallelen zu den 90er Jahre Alben, die viel auf Groove aufbauten. Wer hier einen einstündigen Presslufthammer erwartet wird enttäuscht werden. Stattdessen gibt es abwechslungsreiche, mit tollen Riffs ausgestattete und vom polarisierenden Bobby Blitz veredelte Thrash Metal Mucke wie auf kaum einer anderen Langrille.

Kaufen!

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Platz 20: Hail Of Bullets-On Divine Winds

Die alten Deather, die schon zuvor in sehr bekannten Bands (unter Anderem Asphyx) gespielt haben, haben mit dem Vorgänger eines DER Death Metal Alben der letzten Jahre veröffentlich. Dass es praktisch NOCH besser geht, zeigt "On Divine Winds". Sind einige holprige Passagen noch im letzten Album zu erkennen gewesen, glänzt hier wirklich alles. Das Ding ist eine riesengroße, fette Walze, die wirklich alles niedermäht. Die Songs knallen - meist im oberen Midtempo gehalten - die Produktion ist (zwar neuzeitlich aber) super passend zu den Songs und die Lyrics sind noch mal eine Schippe besser geworden. Was hier abgefeuert wird an Songs, ist echt nicht mehr normal. Spätetestens jetzt fangen die Überalben 2010 an.

Von Hail Of Bullets kann ich btw noch die "Warsaw Rising" empfehlen, auf der noch 2-3 neue Stücke sowie 2-3 Livesongs enthalten sind. Aber auch, weil einfach das Cover schweine gel ist - wie bei jedem Hail Of Bullets Album *g*.
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XzarNado
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BeitragVerfasst am: 15.12.2010, 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Platz 19: Heaven Shall Burn-Invictus

Das ich ALLES von HSB finde, sollte bekannt sein. Dass diese technisch versierten DeathMetaller mit gewissem Metalcore-Einschlag - was früher mal genau andersrum war - ein Händchen für absolut geile Album haben auch. Und, es sollte bekannt sein, dass so ziemlich JEDES HSB-Cover zum kotzen ist. Bei all dem macht Invictus genau KEINE Ausnahme. Cover scheiße, Mucke geil. Sehr geil. Die neue Songs haben sich beim Summerbreeze hervorragend eingefügt und mit "I Was I Am I Shall Be" hat man praktisch Endzeit 2.0 geschrieben. Ein Song mit fantastischer Hookline, ultra-eingängig und nutzt sich genau wie Endzeit genau NULL ab. Das der Rest vom Album fast noch besser ist, muss man kaum noch erwähnen. Irgendein paar Sound-Nazis bemängeln wohl hier eben jenen, ich persönlich erkenne kaum Unterschiede zur ebenfalls spitze produzierten Iconoclast.

Fazit: Wer HSB sehr gerne mag, wird hier nicht dran vorbeikommen. Alle, die die Band eh schon immer doof fanden, wird das Album auch nix mehr ändern können. HSB auf ihrem Zenit.

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Platz 18: Rotting Christ-Aealo

Ein wenig helenischen BM gibts dann auch noch von mir. Kannte ich bis zu genu dieser Scheibe nur das Uralt-Werk "Triarchy Of The Lost Lovers" von 96, schlägt das Album hier eine ganz andere Kerbe. Es klingt modern, ultra-fett produziert und glänzt mit fantastischen Ideen - und Songs die recht flott ins Ohr gehen. Ein paar sperrige Momente - der letzte Track beispiesweise - entpuppen sich recht schnell als ziemlich coole Idee, die vom gewöhnlichen 08/15-Standart abweichen und dem Album erst so richtig Kontur bieten. Für die rumpel-Fraktion dürfte das hier zwar weniger was sein, weil es halt schon etwas glatter ist - aber Ecken und Kanten hat das ding mehr als genug. Wird Zeit, sich mal mit dem Rest des Backkatalogs zu beschäftigen.

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Platz 17: [X]-RX-Update 3.0

So, letztes Elektro-Album und das am besten patzierte. [X]-RX haben hier ein ziemlich geiles Teil veröffentlicht und entgegen dem Albumtitel ist das hier keine Neueinspielung. Ziemlich geile Elektromucke trifft auf Texte, die einen einfach nur zum schmunzeln bringen, weil hier ist 100% ziemlich wenig ernst gemeint. Warum das Teil jetzt hier so weit oben steht? Weil es halt einfach die - Namenhafte - Konkurrenz IMO in allem überbietet. Bessere Mucke, das ganze etwas humoristischer angelegt und Spaß machend hoch 10.
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BeitragVerfasst am: 22.12.2010, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Platz 16: Gama Bomb-Tales From The Grave In Space

wie soll man Gama Bomb beschreiben? Thrash. Schneller Thrash. Also selbst für Thrash-Verhältnisse schnell. Punk-Thrash vielleicht. Egal. Gama Bomb sind ULTRA-Schnell, haben ebenso kurze dafür aber geile Tracks und hier und da sind ein paar richtige Hits dabei. Die 3 Veröffentlichungen von denen sind IMO alle gleich auf und bisher nutzt sich das Konzept auch noch nicht ab. Die CD hier gab es 2009 bereits als LEGALEN und kostenlosen Download. Da ich aber so eine Band gerne unterstütze, hab ich sie mir dann dieses Jahr noch nachgekauft. Für jeden Thrasher, der gerne mal eine 30 Minütige Abrissbirne haben will, wogegen Slayers Reign In Blood wie eine Zeitlupe aussieht: KAUFEN KAUFEN KAUFEN!

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Platz 15: Enforcer-Diamonds

Speed Metal. Will heißen: Thrash Metal mit gutem Gesang und etwas melodischer angehaucht. Enforcer leben in den 80ern. Ihre Attitüde, ihr Auftreten, ihre Haltung. Alles pure 80er. Dass das in 95% aller Fälle nach hinten losgeht, haben ja bereits andere Bands bewiesen. Enforcer heben sich da ab. Sie haben Songs, die derbe knallen, lösen sich in ihrem Songwriting auch mal von ihren Vorbildern ab und machen auch mal ihr eigenes Ding. Das alles macht die Platte zur besten Retro-Platte des Jahres. Man hat richtig Spaß mit der Platte, sie ist positiv eingespielt und man kann wunderbar zu headbangen. Dass das hier kein ultra-schwer verdaulicher Stoff ist, sollte aber allen klar sein.
Fans von Agent Steel oder Overkill kann ich das Teil hier nur ans Herz legen.

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Platz 14: Soundinterference-Demo 2010

Die Bonusbombe des Jahres 2010. Soundinterference ist ein Projekt von einigen Usern aus dem RockHard-Forum und hat relativ wenig mit Metal zu tun. Man bekommt mehr oder minder ein knapp 25 Minütiges Sound-Kino vorgesetzt, was aus Akustik-Gitarre, vereinzelten Einspielern (Flussgeplätschere) und Drums besteht. Kein Gesang, alles rein instrumental. Und diese 25 Minuten haben mich dieses Jahr so unfassbar immer wider begeistert, dass es für mich persönlich für Platz 14 gereicht hat. Schade, dass das Teil nicht frei erwerblich ist, sonst würde ich glatt den "holt euch das Teil!"-Befehl aussprechen. So bleibt am Ende nur die Hoffnung auf ein komplettes Album die kommenden paar Jahre.

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Platz 13: Ihsahn-After

So, jetzt wirds etwas komplexer. Für die Puristen ist Ihsahn wohl kein BM mehr. Ist mir relativ Latte, hier wird trotzdem (oder genau deswegen) Prog-BM geboten und zwar der richtigen Sonderklasse. Man verliert sich nicht in technischer Spielereien, der Fokus auf den Song an sich wird immer gehalten. Zudem sind alle Songs auf einem dermaßen schwindelerregenden Niveau, dass es mich fast zerfetzt. Wenn man es mal weniger rumplig, sondern mehr technisch versiert mag, sollte man UNBEDINGT zugreifen. Sowas gutes kommt wohl nicht mehr so schnell raus. Unfassbares Machtwerk.

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Platz 12: Crippled Black Phoenix-I, Vigilance

Post-Rock der Extraklasse. Ich hab verdammt lange an der Platte geknabbert. Zuerst ging sie mir gar nicht rein, es wirkte total zusammenhangslos und unkoordiniert. War am Anfang der Platte erst männlicher Gesang zu hören, war der am Ende komplett ausgetauscht von Frauengesang und auch die allgemeine Instrumentalisierung hatte sich krass geändert. Dann hab ich es 2 Wochen später noch mal mehrmals probiert und langsam machte es Klick. Und erst so richtig gezündet hat es dann Anfang November. Seitdem rotiert das gute Teil öfters mal bei mir. Die Songs ergaben nach und nach endlich Sinn und auch das große Spektrum der Ideen war mir endlich klar geworden. Defintiv kein Easy-Listening. Ich hab hier noch den Rest des Backkatalogs vorliegen und wenn einige Leute Recht haben, dass die neue dagegen eher ein laues Lüftchen ist, kann ich mich schon mal warm anziehen.

Musik, die erforscht werden will und mit der man sich auseinander setzen muss. Man könnte fast von Prog Post Rock reden *g*.

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Platz 11: Prinz Pi-Illuminati

Einige bezeichnen das beste HipHop-Album aus 2010 (was in meinem Besitz ist) als EP, aber eigentlich wirds überall als Album angepriesen. Bei einer Länge von 55 Minuten auch kein Wunder. Das Hauptthema ist hier mehr oder minder nur in 2-3 Songs richtig offensichtlich, der Rest ist mehr oder minder abschweifend. Prinz Pi versteht es mit Worten umzugehen, wie kaum ein anderer. Einprägsam, eine Überlegung wert und manchmal dann doch plakativ über die Kollegen satirisch abledernd ist das Album hier die reinste Achterbahnfahrt. Und zwar eine verdammt kurzweilige. Darum auch der Vergleich. Die besten Achterbahnen sind die, wo man die Länge gar nicht merkt und MEHR will. So auch hier. Ich bin mal richtig derbe auf das nächste Album, was 2011 kommen soll, gespannt.

HipHop-Fans schlagen zu, Leute die solche Mucke net ausstehen können, machen natürlich auch hier wieder einen großen Bogen *g*.
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BeitragVerfasst am: 28.12.2010, 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Platz 10-5

So und nun zur ultimativen Top10 des Jahres 2010. War bisher schon bei den mindestens letzten 15 Plätzen das Niveau krass hoch, jetzt wirds grausem, zu differenzieren. Bis auf die Top 5 könnten die folgenden Plätze hier wild umherwechseln.

Platz 10: Black Country Communion-Black Country

Alte Herren wollen es oftmals noch einmal wissen. Manchmal gehts gut. Manchmal weniger. Und manchmal kommen wahre Meisterwerke dabei raus. Das hier ist so ein Fall. Was wird hier geboten? Psychedellisch angehauchter Hard Rock, der sich von lahmen Kollegen wie AC/DC meilenweit unterscheidet. Die Musik ist eher komplex angelegt, oftmals auch ausschweifend ohne langweilig zu werden und will wie die Ihsahn erarbeitet werden. Die Platte wird aber wohl polarisieren: Für die einen ists nicht psychedellisch genug, weil diese Athmosphäre nur manchmal und auch nur dünn rüber kommt, für die einen ist es nicht straight forward genug, weil halt schon eher auf Groove und sehr geile Riffings geachtet wird. Ungeachtet all dessen sage ich einfach mal für mich: Die Mischung ist sau geil geraten. Es sind sowieso die Mischungen aus diversen Genres, die die Top10 dieses Jahres dominieren, wie man noch sehen wird. Absolut hervorzuheben sind hier "Song Of Yesterday" der auch als absolute Referenz für das Album herhalten kann sowieso der Abschlusstrack "Too Late for the Sun", bei dem sich die Geister scheiden. Manche sagen, dass das 3 Minuten lange Gedudel am Ende langweilig ist, für mich ists eine herrliche Hommage an die alten Psychedellic Rock-Zeiten, an denen sich auch gnadenlos The Devils Blood letztes Jahr orientierten. Es hat was traumatisierendes.

Spezielle Musik für spezielle Leute. Wer hier straight Forward Hard Rock erwartet, wird enttäuscht werden.

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Platz 9: Blind Guardian-At The Edge Of Time.

Blind Guardian waren mit der Nightfall für mich gestorben. Spurenoverkill bis zum geht nicht mehr, Hansis Stimme war nur noch eine einzige Farce und die Songs waren mehr oder minder schlecht. Kurz: BG existierten für mich nur bis 95. Und jetzt haben sie sich reuniert in meinem Universum und WIE! Etwas dermaßen krasses hätte ich NIEMALS mehr erwartet. Hier lautet auch wieder das Rezept: Mischung. Hier kommen die Bombaststücke der Imaginations mit einem echten und PASSENDEN(!!!!!) Orchester daher auf 2 absolut monumentalen Tracks (Opener und Rausschmeißer). Dazu noch Speedpassagen aus ganz alten Tagen und einigen Midtempostücken der Somewhere-Zeit. Das krasse hierbei ist: Es funktioniert. Die Tracks sind allesamt auf sowas von dermaßen hohem Niveau, man kanns kaum aushalten. Einzig die beiden Balladen Curse My Name und ähh die andere weiß ich nicht mehr wie sie heißt , egal das sind Totalausfälle und eher fürs Pseudo-Mettrinker-Mittelalter-Publikum gerichetet. Langweiliger Scheißdreck. Dass das Album trotzdem sowas oben steht, sollte dann eigentlich sich durch die anderen 8 Meisterwerke selber erklären.

Und noch mal: Ein Orchester und Metal zu vereinen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Blind Guardian haben das unmögliche möglich gemacht. Besser geht es nicht mehr.

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Platz 8: Alcest-Écailles de Lune

Und wieder eine Mischung. Alcest oder besser: Neigé hatte schon mal 2007 ein Album rausgebracht, dann kam das Intermezzo Amesoeurs-Amesoeurs, eines der besten Alben 2009 und nun die neue Alcest. Ich verweise ganz klar auf die beiden Alben davor, denn: Auch die neue Alcest ist eine Mischung. Gab es auf der ersten Alcest noch keine Blastbeats und wilden BM-Ausbrüche, wurden die mit der Amesoeurs eingeführt. Auf der neuen Alcest vereinigen sich so die PostRock/Shoegaze-Melodien des ersten Albums mit dem BM-Ausbrüchen der Amesoeurs zu einer einzigen Klangcollage. Ein wahnsinnig träumerisches Album, was manchmal die Grenze zum Kitsch streift (und im Cover sogar überschreitet). Ein Album zum träumen, was vor allem an den wahnsinnigen Gitarrenläufen liegt. Die BM-Ausbrüche stellen dann den Gegenpol da, das eher kalte und böse der Platte. War bis ich jeweils die kommenden 7 Platten bekommen habe, sogar meine Platte des Jahres. Herzstück und gleichzeitig auch Höhepunkt des Albums ist der Titeltrack der in zwei Parts unterteilt wurde. Besser kann man diese Musik kaum noch gestalten.

Fazit: Wer auf diese Art von Musik: Post Rock, Shoegaze, BM-Ausbrüche steht, wird hier vollkommen glücklich werden. Wahnsinniges Gottwerk.

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Platz 7:Anathema-We're Here Because We're Here

Wow, einmal wenigstens keine Mischung. Anathemas positivstes Werk (und es ist wirklich POSITIV!) ihrer Geschichte ist wie die letzten 4 Platten "Athmospheric Rock". Mit Metal hat das hier nix zu tun, alles ist ganz klar im Rock verwurzelt und halt auch wirklich sehr athmospherisch dargeboten. Das Album hier polarisiert wie Hölle. Denn hier wird mehr als nur einmal - denn eigentlich ist es durchgängig - die Kitschgrenze durchbrochen. Die Texte sind so positiv und kitsch, dass es einem fast die Schuhe weghaut. Kann man hassen, muss man aber nicht *g*. Ich hab mich damit ziemlich gut arrangiert. Denn die Musik ist es, die hier wirklich den aller größten Platz einnimmt. Ausladende cleance Gitarren-Riffs, athmosphärische Keyboards-Sphären und über all dem die doch sehr prägnante Stimme von Vincent Cavanagh (der auch gleichzeitig Keyboard#2 und Rhythmusgitarre zockt), der schon seit der Alternative 4 am Gesang ist, machen das Album zu einem wahren Wunderwerk.

Fazit: Wer auf Alcest nur in noch mehr positiv und weniger Metal steht: Zugreifen, genau wie alle Vorgänger bis hin zur Alternative 4. Die Scheiben davor sind nämlich Melodischer Death Doom Metal *g*.

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Platz 6: Orphaned Land-The Never Ending Way Of ORwarriOR

Langsam nimmt das Niveau schwindelerregend zu. Orphaned Land sind meine Helden der letzten 10 Jahre. Die kommen nämlich aus Israel und werden mit jedem Album stärker. Waren sie mit ihrem ersten Album - Sahara 1994 - noch sehr sehr stark im technischen Death Metal verwurzelt, haben sie sich langsam aber sicher zu einer richtig derbst fetten Progressiv Metal Band mit DM-Anleihen entwickelt. Allerdings muss ich anmerken, dass hier nichts technisch verfrickelt bis zum Abgrund ist. Alles ist ganz klar durchdacht und der Album und insbesondere der Album"flow" wird niemals aus den Augen verloren. Und ein Konzeptalbum ist es, wie es im Buche steht. Keine nervigen Zwischenspiele, sondern einfach ein ganz klarer Aufbau von einem typischen Album mit mal etwas längeren, mal etwas kürzeren Songs. Dabei wird halt eine Geschichte - das Konzept hinter dem Album - beschrieben. Die Musik selber ist schwer beschreiblich. Sie hat auf jeden Fall - natürlich - eine ganze Menge kitschfreie Bezüge zum Orient und auch viele Riffings sind eher im orientalischen Rhythmus gehalten, als dass sie an Ami/EU-DM erinnern. Es ist schlicht und ergreifend etwas "neues", experimentelles und mit jedem Album werden diese Jungs stärker. War die Sahara noch im 8,5/10-Bereich anzusiedeln, ist das Teil hier defintiv ein granatenstarkes 10/10-Album.

Kaufen!

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Platz 5: Shining-Blackjazz

Vorsicht: Hier geht es NICHT um die Suicide Depressive Black Metaller Shining aus Schweden. Die Shining, um die es hier geht, kommen aus Norwegen und machen komplett andere Musik. Die Musik - wie so oft in den Top10 - ist eine Mischung. Hier treffen HÖCHST-progressive Songstruckturen auf an Black Metal angelehnte Gitarrenriffs und hinzu kommt noch mindestens ein Saxophon, sowie diverse andere Elemente, die man in der Regel sofort dem Jazz zuordnen würde. Soweit, so komplex allein schon mal das Bandgefüge. Zur Musik: Lange Songs, die sich meist zwischen acht und zehn Minuten einpendeln und in denen weitaus mehr passiert als auf manchen Alben insgesamt. Um es vorweg zu nehmen: Im Gegensatz zur Orphaned Land ist hier bei weitem nicht alles songdienlich. Zwar verlieren die Musiker sich nicht gnadenlos im Gewichse an ihren Instrumenten, aber es ist schon deutlich vertrackter und mehr an Bands wie WatchTower angelehnt.

Was gibt es noch zu sagen? Die Musik ist schwermütig und eher negativ gestimmt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass hier durch Zusatzbasseffekte oftmals ein Dröhnen über dem Song liegt, der einen einfach runter zieht. Für Leute, die es gerne einfach oder maximal im Dream Theater-Bereich bis zur Awake haben wollen ist das hier so mal rein gar nix. Wers mal gerne komplexer mag: Zugreifen.
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XzarNado
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BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Platz 4: Armored Saint-La Raza

Musiker, die niemanden mehr was beweisen müssen. Rockopa, die würdevoll ein wunderbares Stück Musik zum besten geben. Oder: Die beste Armored Saint aller Zeiten. Die Band hat sich seit den 80ern - in denen sie völlig zu Unrecht nie groß wurden - weiter entwickelt. Kamen die letzten beiden Outputs stärker im Heavy Metal verwurzelt daher, geht man mit La Raza 2 Schritte zurück. Man ist hier noch mehr im Classic Rock verwurzelt als in den 80ern ohnehin schon. Völlig "gechillt" beweist man niemanden mehr was, sondern spielt einfach ein wunderbares Album ein, was durch seine Erwachsenheit die übrigen Alben sowas von dermaßen deklassiert, dass es einem ein fettes Grinsen auf die Lippen spielt. Einzig blöd sind die doch sehr ärgerlich eingespielten PC-Drums im zweitbesten Song: Loose Cannon. Ein ultrageiler Song, der durch völlig langweiliges Bum-Tschak-Bum-Bum-Tschack ohne jegliche Varianz doch etwas nervt auf Dauer. Ansonsten ein zeitloses, übertrieben geiles Classic Rock Album mit einem der besten Metal/Rock-Sänger aller Zeiten: John Bush. Aus der Band hätte in den späten 80ern mal was werden können, aber irgendwie ist es fast so wie mit Metal Church: Verkanntes Genie.

Das beste Rock-Album des Jahres von Musikern, die niemanden mehr was beweisen müssen und dennoch ein Album auf ALLERHÖCHSTEM Niveau abliefern. Wahnsinn.

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Platz 3: Agalloch - Marrow of the Spirits

War klar, dass die weit oben landet. Ist halt Agalloch und die bisherigen 3 Scheiben waren allesamt 10/10. Die Tendenz in der Musik seit dem Debut wird hier ganz klar fortgesetzt: Weniger Folk, mehr Black Metal. Und so verwundert es nicht, dass analog zum Cover der Scheibe was ausgesprochen hübsch geraten ist, die Musik wirklich finster ist. Man könnte vom depressivsten Werk Agallochs sprechen - aber auch vom besten finde ich. Die Stücke - 5 Stück plus ein Intro - haben allesamt 10 Minuten Spiellänge und nutzen die auch voll aus. Klangcollagen aus einer anderen Welt erwarten einen hier, mit regelmäßigen Ausbrüchen ins richtig finstere. Absoluter Höhepunkt all dessen stellt dann Black Lake Nidstång dar. Mit seinen 17 Minuten ein wahres Monster und derbst fies. Hier wird gelitten und zwar sowohl instrumental wie auch gesanglich, dass es eine wahre Freude für den Zuhörer ist. Für mich ein absolutes Highlight in 2010 und völlig zu Recht auf Platz 3.

Wer mit finsteren, experimentellem Black Metal mit ganz viel Einflüssen außerhalb was anfangen kann: Reinhören -> Kaufen!

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Platz 2: Tryptikon-Eparistera Daimones

Celtic Frost kamen 2006 mit der Monotheist um die Ecke und alle waren schockiert. 16 Jahre lang hatte man von der Band Albentechnisch durch einige interne Differenzen nix mehr gehört und die beiden Vorgängeralben "Cold Lake" und "Vanity/Nemesis" waren mehr oder minder .. polarisierend. Dann löste sich die Band auch noch ein paar Jahre später auf und seitdem gibt es Tryptikon. Hier wird der Weg der Monotheist vollkommen logisch beschritten und sogar an manchen Stellen noch erweitert. Angedoomten, blackmetallischen ganz finsteren Hassklumpen bekommt man hier vorgesetzt. Was aber die Krone aufsetzt ist Tom G. Warrior's unfassbarer Gesang, der so mächtig ist, wie Macht nur sein kann. Ich hab selten live Stimmen gehört, wo ich nachher nur meinte "jetzt hatter mich". Das war das totalle (positive) Entsetzen auf dem Summer Breeze dieses Jahr. Der Kerl hat ein Organ, das bringt alles zum Erzittern.

Zurück zur Mucke: Die hier 10 angebotenen Stücke sind meist finster, allerdings hat man viel Gefühl für Songwriting besessen, denn Abwechslung gibt es mehr als genug. Da wären einmal die 2 Hauptsongs des Albums, die mit 11 und 20 Minuten ein Drittel der Spielzeit einnehmen. Dann ist da der Song wo eine Frau (die Bassistin glaube ich) singt und dem Album genau im richtigen Moment die Wende gibt und einfach den Zuhörer völlig verzaubert. Die Platte ist von den Songs her sowieso auf einem Niveau, was die Monotheist schon hat erahnen lassen. Tom G. Warrior nutzt wirklich jede Stärke die er fürs Songwriting hat und ist einfach komplett ehrlich. Das Teil hier ist ein Hassklumpen, ein schwer verdaulicher noch dazu und ist so ziemlich das heftigste, was ich jemals gehört habe. Diese Emotionen die hier vermittelt werden, sind einfach so gestochen scharf eingefangen wurden, es ist einfach nur pure Macht.

Wer angedoomten Metal mit BM-Einflüssen und einer gehörigen Portion Hass mag => kaufen.

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Platz 1: ATLANTEAN KODEX-THE GOLDEN BOUGH

Waren AK schon mit ihrem Pnakotic Demos eine von mir doch mit großen Erwartungen durchtränkte Band, haben sie eben jene auch mit ihrem Album vollkommen erfüllt - sogar übertroffen.

Vorweg möchte ich vor allem erstmal die Produktion des Albums loben. Selten etwas so passendes gehört. Super aus differenzierte Instrumente, jedes Instrument kommt genau so laut daher, wie ich es als perfekt beschreiben würde. Dazu noch diese wahnsinnige Drumproduktion sowie das unfassbare Drum-SPIEL. Kein Drum-PC, das hört man an jeder Ecke und jedem Ende raus. Wahnsinn!

Nun zu den Songs:
Fountain Of Nephente ist für mich ein perfekter Einstieg und ich finde die kleine Parallele zu dem auf dem Demo enthaltenen "From Shores Forsaken" schlicht und ergreifend passend und perfekt. Das Album mit einem Wellen-Geräusch starten zu lassen und dann so einen Knaller vor dem Herren zu bringen, ist einfach untopbar. Dazu kommt noch, dass an den Gitarren so unfassbar viel passiert, dass ich beim ersten Durchgang der Scheibe gedacht habe, sie haben alle ihre Ideen und Riffs bereis hier verbraten.

Pilgrim allerdings toppt diesen Song noch. Es ist eventuell - neben der Bandhymne - der beste Track auf dem Album für mich derzeit. Unfassbares Songwriting was hier an den Tag gelegt wird und die Chöre am Ende des Stückes, die einige an Child Of time erinnern, ist so unfassbar stark, das ist einfach purer epischer Heavy Metal auf Top-Niveau. Wäre das Album ab hier ein gnadenloser Reinfall, es hätte sich allein schon wegen der ersten 2 Tracks gelohnt zu kaufen. Aber es soll ja noch besser werden...

Temple Of Katholic Magick (The White Godess lass ich mal raus) schlägt dann in die gleiche Kerbe wie die ersten beiden Tracks und hier gefällt mir gerade die Art wie der Sänger den Text singt. Es ist auf der einen Seite sehr einprägsam und ergreifend, auf der anderen Seite aber auch vielseitig und toll gemacht. Ich finde es immer wieder spannend, dem Sänger zuzuhören. Seine Stimme ist zwar nicht technisch hopchwertig wie die eines Bruce Dickinson oder eines Eric Adams, aber das ist wurscht, denn schlecht ist sie nicht. Dazu kommt noch, dass manchmal die Stimme im Hintergrund und dann mal wieder im Vordergrund steht, was perfekt arrangiert wurde und keinesdalls negativ auffällt.

Mit dem schnellen Rocker "Disciples Of The Iron Crown" werden manche ihre Probleme haben, weil er anfänglich so gar nicht ins Konzept reinpasst. Wenn man erstmal die 3 Epen gehört hat, will man eigentlich genau so weiter machen. Allerdings finde ich den Bruch mit diesem Song, der das Album praktisch in 2 Hälften spaltet passend und genau zur Rechten Zeit. Ein wenig Abwechslung steht gerade dieser Musikrichtung gut ins Gesicht. Jetzt werden viele denken "schön udn guit, aber der Song an sich ist halt nicht toll" und hier muss ich halt vehement widersprechen. Ich finde den Song grandios und von der hintergedanklichen Punktzahl mittlerweile genauso gut wie die ersten 3 Songs. Dass der Chorus etwas... arm geraten ist, ist nun wirklich der einzige Knackpunkt. Ansonsten ist es gut, auch mal die Band richtig rocken zu sehen.

Vesper All Hymn ist dann wohl der abwechslungsreichste Song, der durch einen grandiosen aufbau im Albumkontext besticht. Wäre der Track von Anfang an sehr balladesk ausgefallen und würde er sich nicht erst dazu hinentwickeln, würde das den Album nach Disciples Of The Iron Crown wohl etwas seltsam klingen und es wäre schlicht unpassend. So aber hat man sich die Gedanken gemacht, was ich sehr toll finde. Der Track hier ist auch wieder mehr auf den Gesang ausgelegt wie ich finde und zeigt, dass der Sänger gut was drauf hat, Emotionen rüber zu bringen. Technik ist nicht alles, Gefühl ist mir wichtiger und hier kommt eine gute Technik mit viel Gefühl rüber. Einfach nur toll!

"The Atlantean Kodex", die Bandhymne ist dann mein absolutes Highlight der Scheibe. Was hier abgeht, ist der Wahnsinn in Tüten. Es ist packend, ergreifend, fortreißend und einfach nur Adrenalinausschüttent. Obwohl das Tempo nicht so hoch wie bei Disciples Of The Iron Crown ist, finde ich, passiert hier noch mehr. Es reißt einen mit fort, treibt einen durch den ganzen Song und lässt einen erst los, wenn der Song beendet wird. Wenn das nicht ein absoluter Oberhit ist, weiß ich auch nicht.

A Prophet In The Forest kannte ich ja teilweise schon von den Pnakotic Demos. Aber was die Band letztendlich in der Zeit seit den Demos hier draus gemacht hat, ist einfach so unfassbar viel mehr, dass ich ein Dauergrinsen habe, wenn ich den Song wöre. War er auf den Demos schon sehr gut, ist er jetzt ein absoluter Meilenstein des Epic Heavy Metals. Als letzten Song so ein unfassbares Brett zu bringen, ist schon sehr geil. Und mit dem Track (plus dem Titeltrack was aber nur ein Outro ist) das Album zu beenden und den Zuhörer nach 65 Minuten fassungslos ob dessen was er da gerade gehört hat, zurück zu lassen ist sehr geil - weil man will am liebsten gleich noch mal das Album hören. Denn diese 65 Minuten gehen eifnach so schnell um, als würde ich Slayers Reign In Blood hören, die gerade mal halb so lang geht.

Atlantean Kodex haben geschafft für mich persönlich jedes, aber wirklich jedes Manowar-Album im Vorbeigehen zu schlagen - aber vor allem, weil es auch als Vergleich passend ist, "Into Glory Ride" ganz alt aussehen zu lassen. Sie schaffen es, teilweise das Tempo anzuziehen und dennoch episch zu sein. Sie schaffen es, Songs zu schreiben die ich zum einen als zeitgemäß empfinde, was wahrscheinlich an der Produktion liegt, aber auch als zeitlos ansehe, denn in 10 Jahren wird dieses Album immer noch ein Meilenstein sein. Ein Fels in der Brandung dafür, dass man wischen 1990 und 2011 immer noch wahnsinnig guten Epic Metal spielen kann. Für mich reiht sich damit Atlantean Kodex jetzt schon ohne große Probleme in die Riege der wahnsinnig guten Epic Bands wie Manilla Road, Bathory oder Manowar ein. Ein absolutes Meisterwerk und eine Dekade mit diesem Album zu beginnen zieht entweder weitere wahnsinnig gute Alben von der gleichen oder anderen Bands nach sich - oder 2010 bleibt als einziges Jahr in den folgenden 10 Jahren ein wahnsinnig gutes Metal-Jahr.

*verneig*
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